Welch ein Freund ist unser Jesus!?

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Wenn sich der Verlustvorhang vor uns zieht, dann sehen wir nur noch uns und unseren Schmerz. Dabei haben schon Millionen in den Jahrhunderten vor uns schlimmste Tiefen erlebt und mit Gottes Kraft durchgestanden.  

Ich denke da an Joseph Scriven. Hast Du schon mal etwas von ihm gehört? Vielleicht kennst Du seinen Namen nicht, aber sein Gedicht in Liedform wahrscheinlich schon. Er schrieb den Text zum Lied: „Welch ein Freund ist unser Jesus“.  

Hier der Text:  

1) Welch ein Freund ist unser Jesus, o wie hoch ist Er erhöht! 

Er hat uns mit Gott versöhnet und vertritt uns im Gebet. 

Wer mag sagen und ermessen, wieviel Heil verloren geht, 

wenn wir nicht zu Ihm uns wenden und Ihn suchen im Gebet! 

2) Wenn des Feindes Macht uns drohet und manch Sturm rings um uns weht, 

brauchen wir uns nicht zu fürchten, stehn wir gläubig im Gebet. 

Da erweist sich Jesu Treue, wie Er uns zur Seite steht 

als ein mächtiger Erretter, der erhört ein ernst Gebet. 

3) Sind mit Sorgen wir beladen, sei es frühe oder spät, 

hilft uns sicher unser Jesus, fliehn zu Ihm wir im Gebet. 

Sind von Freunden wir verlassen und wir gehen ins Gebet, 

o so ist uns Jesus alles: König, Priester und Prophet. 

Wer so einen kräftigen und von Glauben strotzenden Text schreiben kann, hat doch sicherlich mehr Höhen als Tiefen erlebt, nicht wahr?  

Dem war aber ganz und gar nicht so!  
 

Joseph Scriven wurde 1819 in Irland geboren und erwarb seine akademische Ausbildung am Trinity College in London. Mit so rosigen Aussichten für die Zukunft verliebte er sich und gemeinsam mit seiner Verlobten planten sie die Hochzeit. Aber ein schrecklicher Schicksalsschlag ereilte ihn. Nur einen Tag vor der Hochzeit ertrank seine Verlobte.  

Von Schmerz und Kummer zerrissen verließ er Irland und ging nach Kanada. Dort meinte es das Leben wieder gut mit ihm und er verliebte sich in Eliza Rice. Endlich, ja endlich, würde er ein glückliches Leben beginnen können. Aber es kam alles anders. Nur wenige Wochen vor der Hochzeit wurde Eliza schwer krank und starb. Unfassbar!  

Joseph war am Boden zerschmettert. Er verstand die Welt nicht mehr. Nichts machte auch nur Ansatzweise irgendwie Sinn. Und so erging es ihm ein stückweit wie Hiob. Und wie Hiob rang er mit dem Lebensverlust als Glaubender. Er schob Gott nicht an die Seite, sondern im Gegenteil vertiefte sich in Gottes Wort und Gebet. Dort, in seinem Glauben an Jesus Christus, fand er einen Halt, als ihn nichts mehr hielt.  

Etwa 10 Jahre später erkrankte seine Mutter, die sich um ihren Sohn sehr sorgte, schwer. Und weil er kein Geld für die Rückkehr nach Irland hatte, schrieb er ihr drei Gedichtverse. Den Text dieses heute so bekannten Liedes.  

Der Evangelist Dwight L. Moody machte dieses Lied (weltweit) so bekannt, weil er es bei großen Veranstaltungen singen ließ. Charles C. Converse, der als Rechtsanwalt in den USA arbeitete (und auch ein Musikstudium am Konservatorium in Leipzig absolviert hatte),  komponierte Melodien zu geistlichen Texte. Dieses Lied wurde auch sein bekanntestes Lebenswerk.  

Ironischerweise starb Joseph Scriven 1886 durch Ertrinken in einem See in Kanada. Und all dies noch bevor er von dem gigantischen Einfluss seines Liedes rund um den Globus erfahren konnte.  

Quelle: https://www.sdretire.com/blogs/?p=125  

Wenn Du trotz Deines entsetzlichen Leides an Jesus Christus festhältst und ihn machen lässt, so wird auch Dein Verlust und auch Dein Leben zum Segen für andere Menschen sein!  

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