Warum nicht jeder Felix heißt…

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Kinder bekommen ihre Namen von ihren Eltern aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die Kriterien der Namenswahl richten sich manchmal nach dem Klang und ein anderes Mal nach der Namensbedeutung. Und so heißt so mancher Felix, weil die Eltern mit dem neuen Familienmitglied tiefes Glück empfinden oder dem Nachwuchs eben viel Glück fürs Leben wünschen. Felix heißt „der Glückliche“!

Aber durch Verlusterfahrungen wird dieses Glück hart auf die Probe gestellt. Und das ganz gewiss nicht nur einmal im Leben. Manche Krise hinterlässt für immer einen Verlust. Manches kann man nie wieder zurückbekommen. Der verstorbene Freund kehrt nicht zurück. Die amputierte Hand wächst nicht nach. Und die ausgebrochene Krankheit wütet unaufhaltsam.

Wen wundert es da, dass man nach einem Ver-Lust auch die Lust (am Leben) verliert?! Der Psalmist gibt in Psalm 73 seinen Gefühlen freien Lauf, indem er schreibt:

Psalter 73,2 (LUT84): Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.

Psalter 73,3 (LUT84): Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, als ich sah, dass es den Gottlosen so gut ging.

Psalter 73,16 (LUT84): So sann ich nach, ob ich’s begreifen könnte, aber es war mir zu schwer

Manche Lebensfragen sind zu schwer, da gibt es auch keine einfachen Antworten und gut gemeinte Plattitüden sind nur eins… schwer zu ertragen!

Aber dann kommt es zu einem Wendepunkt-Vers:

Psalter 73,17 (LUT84): bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende. Genauso sollten wir es auch tun.

Geh in den Gottesdienst, zu denen, die auch zu Gott gehören und erlebe mit ihnen gemeinsam, wie sich Perspektive ändern kann! Welche genau? Die Sicht auf das Ende des Lebens! Die Sicht über den Horizont des aktuellen Leides hinaus bis in die Ewigkeit! Dann kann man auch wieder von Herzen ausrufen:

Psalter 73,23–26 (LUT84): Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

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