Wenn Sehnsucht zur Sucht wird

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Es ist völlig normal, wenn nach dem Verlust eines lieben Menschen, die Sehnsucht nach Zweisamkeit bleibt. Die gemeinsamen Gespräche, das Lachen, aber auch das Streiten, unterschiedlicher Auffassung und Meinung zu sein. All das machte die Gemeinschaft miteinander aus. Dies machte sie exklusiv! So einmalig, persönlich und begehrenswert!

Wenn der andere aber nicht mehr da ist, diese Sehnsucht nicht mehr gestillt werden kann, so ist dies manchmal auch der Türöffner für eine Sucht. Eine Ersatzbefriedigung.

Manche geben sich den stofflichen gebundenen Abhängigkeiten hin und so entsteht ein (neues) Laster, das wie ein Rucksack zur Last wird. Alkohol, Drogen, Tabak, Süßigkeiten, etc. werden zum „gefühlten Rausch“ im Kampf gegen die ungestillte Sehnsucht.

Wieder andere geben sich den nichtstofflichen gebunden Süchten hin. Ganz vorne die „Droge aus der Dose“. Ablenkung durch Bildschirminhalte. Hauptsache nicht zu viel Nachdenken und Grübeln müssen. Egal was da transportiert wird, es lenkt ab und wird allmählich und leise zur Gefangenschaft.

Süchte führen aber nie ins Leben. Auch nicht ins Leben zurück!

Darum brauchen wir nicht ETWAS, sondern JEMANDEN, der unsere Sehnsucht nach Zweisamkeit, Gemeinschaft, ja Leben stillt.

Jesus Christus ist „das Leben“ (Joh 14,6). Jesus Christus kam, um uns zurück ins Leben zu führen. Auch nach Verlusterfahrungen, die uns gefühlt vom Leben abschneiden. Er sagt: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.“ (Joh 10,10b ELB). Er möchte uns neue Lebenskraft schenken. Besonders da wo sie vom Tod wie abgeschnitten scheint.

Sprich mit Jesus! Rede mit ihm mehr! Offen und ehrlich! Und bitte nicht nur die „frommen Worte“! Er weiß wie es dir geht. Er kann mitfühlen! Warum stand wohl nur Jesu Mutter am Kreuz? Weil Jesus zu diesem Zeitpunkt allem Anschein nach auch schon einen schweren Verlust in seiner Familie verarbeiten musste. Sein irdischer Vater scheint wohl schon verstorben gewesen zu sein. Er kann in jederlei Hinsicht wirklich mitfühlen: „Jesus ist ja nicht ein Hoherpriester, der uns in unserer Schwachheit nicht verstehen könnte. Vielmehr war er – genau wie wir – Versuchungen aller Art ausgesetzt, ´allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass` er ohne Sünde blieb.“ (Hebr 4,15 NGÜ).

Die Sehnsucht durch eine Sucht zu stillen, kann eine große Versuchung nach einer Verlusterfahrung sein! Dieser Weg führt wird aber weg vom Leben zurück ins Leben. Jesus darf größer werden als die vermisste Person. Jesus darf größer werden als Gesprächspartner, der empathisch versteht. Jesus ist sogar mehr als der Gesprächspartnerersatz!

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